Forschungsstrategie der Otto-Friedrich-Universit?t Bamberg - 2023 bis 2032

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球探足球比分

Die Otto-Friedrich-Universit?t Bamberg ist eine mittelgro?e Universit?t mit Fakult?ten 球探足球比分 Kulturwissenschaften, Sozial- und Wirtschaftswissenschaften, 球探足球比分 sowie Wirtschaftsinformatik und Angewandter Informatik. Neben fachbezogener Forschung innerhalb dieser Fakult?ten werden gezielt die Chancen interdisziplin?rer und international vernetzter Forschungsaktivit?ten in fakult?tsübergreifenden Zentren oder kleineren Forschungsverbünden genutzt.

Vier herausragende, interdisziplin?r arbeitende Forschungsbereiche, die bereits über einen l?ngeren Zeitraum exzellente Leistungen erbringen, bilden besondere profilbildende Schwerpunkte in der Forschung:

  • Digitale Geistes-, Sozial- und 球探足球比分
  • Empirische Sozialforschung zu Bildung und Arbeit
  • Erschlie?ung und Erhalt von Kulturgut
  • Kultur und Gesellschaft im Mittelalter.

Mit dem Ausbau der Angewandten, Klassischen und Wirtschaftsinformatik sowie der Künstlichen Intelligenz setzt die Otto-Friedrich-Universit?t Bamberg weitere Impulse zur Sch?rfung ihres 球探足球比分s in diesen F?chern selbst wie auch in deren Kooperation mit anderen Schwerpunktbereichen. Um der Dynamik in weiteren Forschungsbereichen Rechnung zu tragen, richtet die Universit?t Bamberg zudem Profilinitiativen ein, die nach Bedarf angepasst werden k?nnen. Diese haben das Potenzial, sich in profilbildende Schwerpunkte zu entwickeln. Zurzeit sind dies:

  • Finanzm?rkte, Digitalisierung und Gesellschaft
  • Geschlechtersensible Forschung
  • Gesundheit und Gesellschaft
  • Handeln von und in Organisationen
  • Mensch und Umwelt
  • Sprachen, Kulturen und Geschichte des Nahen und Mittleren Ostens.

Grunds?tze

  1. Die Otto-Friedrich-Universit?t Bamberg steht in der Forschung für wissenschaftliche Exzellenz und zielt auf ein H?chstma? an Qualit?t der wissenschaftlichen Leistung von Lehrenden und Lernenden.
  2. Die Forschung der Universit?t Bamberg ist ausgepr?gt kooperativ. Dabei respektieren wir unterschiedliche Fachkulturen in der Forschung und pflegen die f?cherübergreifende Zusammenarbeit sowohl innerhalb der Universit?t als auch mit anderen Universit?ten und Forschungseinrichtungen sowie staatlichen und nichtstaatlichen Akteuren auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene.
  3. Die Forschung in der Universit?t wird getragen von den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern in den Instituten und Fachgruppen. Die Universit?tsleitung gibt Impulse, regt f?cher- und fakult?tsübergreifende Initiativen an, stellt die notwendige Infra- und Anreizstruktur bereit, optimiert diese in Reaktion auf interne Erfahrungen und externe Impulse, erkennt und adressiert interne Hemmnisse und bündelt innovative interdisziplin?re Initiativen.
  4. Die Universit?t Bamberg erfuhr signifikante personelle St?rkung in zukunftsorientierten Schlüsselbereichen. Sie wird diesen Zuwachs und die daraus entstehenden Synergien gezielt nutzen, um sich in relevanten Bereichen an internationaler Spitzenforschung zu beteiligen.
  5. In ihrer Forschungsstrategie legt die Universit?t gro?en Wert darauf, neu entstehende Schlüsselbereiche mit den bestehenden Profilschwerpunkten und Profilinitiativen zu innovativen Forschungsverbünden zu verbinden.
  6. Durch die gezielte Einbindung Forschender aus Kleinen F?chern entstehen Verbünde mit hinreichend kritischer Masse, in denen aktuelle, gesellschaftlich hochrelevante Fragestellungen bearbeitet werden.
  7. Neben Initiativen kooperativer Verbundforschung zeichnet sich die Universit?t durch starke Individualforschung in den vier Fakult?ten aus. Diese gilt es, weiter zu f?rdern.
  8. Die Forschungsstrategie ist inklusiv und divers. Sie ist darauf ausgerichtet Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aller Karrierestufen zu gewinnen, weiter zu qualifizieren und in der Entfaltung ihrer Potenziale zu unterstützen. Die Universit?t setzt sich für die Gleichstellung der Geschlechter und die F?rderung von Diversit?t in der Wissenschaft ein.
  9. Die Universit?t unterstützt nachdrücklich die Position der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), dass Forschungsarbeiten in allen Wissenschaftsbereichen wichtige Beitr?ge zur F?rderung von nachhaltigem Denken und Handeln leisten k?nnen. Nachhaltigkeitsforschung geht über den naturwissenschaftlich-technischen Bereich hinaus. Forschende aller vier Fakult?ten der Universit?t leisten hierzu einen wichtigen Beitrag.
  10. In ihrer Forschung verfolgen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universit?t Bamberg das Prinzip der Offenheit (?Open Access“, ?Open Data“, ?Open Source“ und ?Open Science“) für den kostenfreien, direkten Zugang zu wissenschaftlichen Ergebnissen und Erkenntnissen sowie zur Gew?hrleistung der Nachvollziehbarkeit und Nachnutzbarkeit von Forschungsergebnissen in allen Disziplinen.
  11. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an der Universit?t Bamberg forschen gem?? ihrem Leitbild für die Gesellschaft und bekennen sich zur Einheit von Forschung und Lehre. Wichtige Dimensionen ihrer Forschungst?tigkeit sind Transfer und Kooperation, moderne Wissenschaftskommunikation, das Bekenntnis zu guter wissenschaftlicher Praxis sowie ein konsequentes Qualit?tsbewusstsein.

Forschungsexzellenz

? Ziel: Reputation als exzellenter Forschungsstandort bis 2030 und darüber hinaus st?rken

A. Gegenw?rtige Lage und Herausforderungen

  1. Forschungsexzellenz ist angesichts des breiten F?cherspektrums und der heterogenen F?cherkulturen im Wissenschaftssystem wie auch an der Universit?t Bamberg auf vielf?ltige Weise definiert:
    ? Auf individueller Ebene ?u?ert sich Forschungsexzellenz insbesondere darin, dass Forschungsergebnisse die wissenschaftliche Diskussion in einem Feld national und vor allem international mitgepr?gt und erkennbar vorangebracht haben. Je nach Fachkultur drückt sich dies in bibliometrischen Kennziffern, Rankings, einem hohen Ma? an Sichtbarkeit im nationalen und internationalen Wissenschaftsdiskurs, wichtigen Erfindungen oder ma?geblichem Einfluss auf relevante Praxisbereiche aus.
    ? Auf institutioneller Ebene beruht eine exzellente Reputation in der Forschung darauf, dass die betreffende Universit?t – insgesamt oder in bestimmten wissenschaftlichen Disziplinen – international als Ort der Spitzenforschung gilt und darüber hinaus eine hohe Reputation für ihre Ausbildung von Forschenden in frühen Karrierephasen genie?t. Im deutschen Wissenschaftssystem gelten vor allem solche Universit?ten als exzellent in der Forschung, die in der Exzellenzstrategie des Bundes und der L?nder zumindest in ausgew?hlten Forschungsclustern erfolgreich sind, wie es der Universit?t Bamberg mit der ?Bamberg Graduate School of Social Sciences“ (BAGSS) bereits gelungen ist.
  2. Trotz der Dominanz von Individualforschung besteht in einzelnen Bereichen eine internationale Reputation für Forschungsexzellenz gr??erer Forschungsteams. Hierzu z?hlen vor allem die Forschung im Profilschwerpunkt Empirische Sozialforschung zu Bildung und Arbeit und zunehmend auch im Schwerpunktbereich Erschlie?ung und Erhalt von Kulturgut, organisiert im Kompetenzzentrum für Denkmalwissenschaften und Denkmaltechnologien (KDWT). Die Spitzenstellung der Universit?t Bamberg als führender Akteur im Bereich der empirischen Bildungsforschung wird u.a. durch die Einrichtung des Leibniz-Instituts für Bildungsverl?ufe (LIfBi) in Bamberg untermauert. Mittelfristig soll auch in den übrigen beiden Profilschwerpunkten Digitale Geistes-, Sozial- und 球探足球比分 und Kultur und Gesellschaft im Mittelalter ein strategischer Ausbau der Forschungsexzellenz erreicht werden.
  3. Die Universit?t erlebt derzeit infolge der ?Hightech Agenda“ der Bayerischen Staatsregierung und der eingeworbenen Professuren im Bereich der Künstlichen Intelligenz einen erheblichen Aufwuchs in den informatischen F?chern. Aufgrund der starken Anwendungsorientierung der Bamberger Informatik und paralleler Berufungen im Profilschwerpunkt Digitale Geistes-, Sozial- und 球探足球比分 wird diese Entwicklung signifikante Auswirkungen auf das interdisziplin?re 球探足球比分 der Universit?t insgesamt haben. Es ist wichtig, dass alle Beteiligten diese Entwicklung im Sinne eines exzellenten 球探足球比分s der Universit?t aktiv gestalten und nutzen.

B. Ziele

  1. Die Universit?t Bamberg beabsichtigt, den strategischen Ausbau ihrer Reputation als Standort exzellenter Forschung in allen Schwerpunktbereichen und Profilinitiativen.
  2. Die Universit?t ist bestrebt, den Kreis der F?cher und Forschungsbereiche mit einer Reputation für international führende Forschung gegenüber dem derzeitigen Stand zu erweitern.
  3. Um die Sichtbarkeit Bamberger Forschung national und international zu erh?hen, bedarf es einer deutlichen Verbesserung der Erfolge bei der Einwerbung kompetitiver Verbundprojekte mit hoher Reputation im Wissenschaftssystem, einschlie?lich F?rderlinien, die eine exzellente F?rderung des wissenschaftlichen Nachwuchses erm?glichen.
  4. Die Steigerung des Drittmitteleinkommens der Universit?t ist kein Selbstzweck. Sie soll einerseits die finanziellen Mittel für eine wettbewerbsf?hige Forschungsinfrastruktur sichern und die Grundlage für international sichtbare Publikationen schaffen. In der Regel k?nnen nur so die Voraussetzungen für die Adressierung fachlich oder gesellschaftlich relevanter Probleme geschaffen werden. Andererseits helfen kompetitiv eingeworbene Forschungsprojekte bei der glaubwürdigen Darstellung der Forschungsexzellenz an der Universit?t und tragen damit l?ngerfristig zur Vergr??erung der Ressourcen bei.
  5. Die Universit?t beabsichtigt, die Voraussetzungen dafür zu verbessern, dass die Universit?t Bamberg sich zu Beginn der 2030er Jahre mit guten Erfolgsaussichten in mehreren Forschungsfeldern entweder allein oder in Kooperation mit anderen am Exzellenzwettbewerb der deutschen Universit?ten beteiligen kann. Dies erfolgt durch die intensive Begleitung und F?rderung exzellenter und statusübergreifender Forschungsteams mit geeignetem Diversit?ts- und Internationalit?tsprofil sowie den weiteren Ausbau strategischer Partnerschaften im regionalen, nationalen und internationalen Kontext.

C. Unser Weg

  1. Die Forschungsstrategie der Universit?t Bamberg kombiniert die F?rderung herausragender Einzelleistungen mit der aktiven Unterstützung exzellenter Forschungsteams.
  2. Wo Synergien entstehen, kooperiert die Universit?t in allen vier Fakult?ten mit nationalen und internationalen Partnerorganisationen. Hierzu z?hlen insbesondere auch das Leibniz-Institut für Bildungsverl?ufe (LIfBi) und das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) als dauerhafte Kooperationspartner.
  3. Die Universit?t misst der Unterstützung von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern bei der Antragstellung für Verbundprojekte hohe Priorit?t bei und hat zur F?rderung der Antragstellenden eine neue, über den Hochschulvertrag finanzierte Unterstützungsma?nahme eingeführt.
  4. Bei etablierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern und solchen in frühen Karrierephasen zielt das Verfahren der hochschulinternen Forschungsf?rderung vor allem auf die Unterstützung von Antr?gen, die der Vorbereitung von Drittmittelprojekten dienen. Zus?tzlich f?rdern projektunabh?ngige Formate wie z. B. Workshops oder Antragswerkst?tten die Kompetenzen zur erfolgreichen Drittmitteleinwerbung bei Forschenden in frühen Karrierephasen.
  5. Verschiedene universit?re Einrichtungen unterstützen die Qualifizierung von Forschenden in allen Karrierephasen durch gezielte F?rderformate und Programme. Dazu z?hlen das Dezernat Forschungsf?rderung und Transfer (Z/FFT), das Graduiertenzentrum Trimberg Research Academy (TRAc), das Welcome Center, die Beauftragten für die Gleichstellung von Frauen in Wissenschaft und Kunst der Universit?t Bamberg mit dem Gleichstellungsbüro Wissenschaft sowie das Zentrum für Geschlechtersensible Forschung (ZGF).
  6. Forschende in der Promotions- und Postdoc-Phase leisten essenzielle Beitr?ge zur Forschungsdynamik an der Universit?t. Forschende in frühen Karrierestadien k?nnen zu den innovativsten und produktivsten Mitgliedern der Universit?t z?hlen.
  7. Bei der Auswahl von Personal für wissenschaftliche Qualifikationsstellen muss deshalb die potenzielle Forschungsst?rke unter Berücksichtigung der pers?nlichen Lebensumst?nde eine wesentliche Rolle spielen. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die für Einstellungen und Vertragsverl?ngerungen verantwortlich sind, werden daher Informationen an die Hand gegeben, wie die potenzielle Forschungsst?rke angemessen berücksichtigt und beurteilt werden kann.
  8. Die Auswahl von Personal für Promotions- und Postdoc-Stellen soll nach M?glichkeit offen und wettbewerbsorientiert gestaltet werden. Dazu z?hlt - unter Berücksichtigung fachlicher Spezifika – vor allem eine internationale, zumindest aber nationale Ausschreibung.
  9. Auch muss es das Bestreben der Universit?t sein, eine attraktive Arbeitgeberin für hochqualifizierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in frühen Karrierestufen zu sein. Die Attraktivit?t der Universit?t in dieser Hinsicht ist in regelm??igen Abst?nden zu evaluieren.
  10. Für die Weiterentwicklung der Forschung ist neben einer dauerhaften und ausreichenden Finanzierung von Personal insbesondere eine moderne administrative Infrastruktur erforderlich. Die Universit?t setzt sich für eine strategische Serviceorientierung für die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im Rahmen der rechtlichen M?glichkeiten ein.
  11. Unter Einbezug von externer Expertise unterh?lt die Universit?t Bamberg ein System der Qualit?tssicherung in der Forschung. Dies wird nachfolgend weiter ausgeführt.

Forschungsmanagement und Qualit?tssicherung

? Ziel: Ein modernes, transparentes System zur Forschungsf?rderung und Qualit?tssicherung etablieren

A. Gegenw?rtige Lage und Herausforderungen

  1. Der Planung und Gestaltung des 球探足球比分s der Universit?t Bamberg sind gemeinschaftlich die Mitglieder der Universit?tsleitung und qua Amt die Vizepr?sidentin bzw. der Vizepr?sident für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs verpflichtet.
  2. Die St?ndige Kommission für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs (FNK) unterstützt Universit?tsleitung, Erweiterte Universit?tsleitung und Senat in Grundsatzfragen der Forschung. In ihr sind die Forschungs?dekaninnen und -dekane aller vier Fakult?ten sowie die bzw. der Beauftragte der Universit?t für die Gleichstellung von Frauen in Wissenschaft und Kunst sowie Repr?sentierende aller wissenschaftlichen Statusgruppen vertreten.
  3. In der zentralen Universit?tsverwaltung ber?t das Dezernat Forschungsf?rderung und Transfer (Z/FFT) zu koordinierten Programmen sowie zu Einzelaktivit?ten in der Antragsphase. Z/FFT fungiert als zentrale Anlaufstelle für Forschungsf?rderung, Forschungstransfer und Forschungsmanagement an der Universit?t Bamberg. Neben einzelnen Forschenden unterstützt Z/FFT auch die Fakult?ten, fakult?tsübergreifenden Forschungszentren, Profilschwerpunkte und Transferaktivit?ten. Darüber hinaus bereitet das Dezernat Strategiepl?ne und Entscheidungsvorlagen für die Universit?tsleitung vor. Auf operativer Ebene agiert Z/FFT an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und weiteren wissenschaftsstützenden Akteuren, z. B. der Abteilung Haushalt oder dem Justitiariat, sowie der Universit?tsleitung.
  4. Der IT-Service bietet als zentrale Einrichtung vielf?ltige Dienstleistungen für Forschende an. Dies umfasst ?Software as a Service“-Dienste wie das Forschungsdaten-Repositorium, ?Platform as a Service“-Dienste bspw. für die Zusammenarbeit in Forschungsprojekten bis hin zu ?Infrastructure as a Service“-Diensten in Form von virtuellen Maschinen. Speziell im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI) betreibt der IT-Service auch dedizierte KI-Serversysteme, vermittelt den Zugang zu überregional bereitgestellten Ressourcen und unterstützt Forschende bei deren Nutzung.
  5. Die Universit?tsbibliothek unterstützt und ber?t Forschende umfassend insbesondere zu Fragen der Literaturbeschaffung, der Literaturverwaltung und des Forschungsdatenmanagements. Die Universit?tsbibliothek f?rdert die Ver?ffentlichung und Finanzierung von ?Open-Access“-Publikationen und unterstützt den Betrieb des Universit?tsverlags ?University of Bamberg Press“.
  6. Universit?tsbibliothek, IT-Service, Z/FFT und Universit?tsarchiv betreiben und betreuen das Forschungsinformationssystem (FIS) und das Forschungsdatenrepositorium der Universit?t.
  7. Die vielf?ltigen Unterstützungsleistungen für Forschung an der Universit?t sind verteilt organisiert. Sie sind teils in der zentralen Universit?tsverwaltung angesiedelt (insb. die Bereiche Forschungsf?rderung, Transfer, Wissenschaftskommunikation, Personal und Haushalt), teils in Serviceeinrichtungen (z. B. Universit?tsbibliothek, IT-Service, Graduiertenzentrum TRAc) sowie darüber hinaus auch im Gleichstellungsbüro Wissenschaft und in der AG Forschung des Mittelbaukonvents verortet. Die verschiedenen Bereiche stehen in einem regelm??igen und konstruktiven Austausch.

B. Ziele

  1. Die Universit?t ben?tigt ein schlankes und modernes System der Qualit?tssicherung und der Forschungsf?rderung in Wissenschaft und wissenschaftsstützendem Bereich, das sich an den Leitlinien des Bayerischen Hochschulinnovationsgesetzes orientiert und dessen innovativen Anspruch konstruktiv umsetzt.
  2. Die Universit?t ist bestrebt, die Forschungsf?rderung an den strategischen Zielen der Universit?t auszurichten.
  3. Die Kommunikation und der Austausch zwischen dezentral organisierten Beratungs- und Unterstützungseinrichtungen sind weiter zu systematisieren und zu intensivieren.
  4. Die Universit?t strebt an, die Prozesse der Qualit?tssicherung so zu gestalten, dass sie von allen beteiligten Stellen als fair, transparent und nachvollziehbar angesehen werden k?nnen.

C. Unser Weg

  1. Die St?ndige Kommission für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs (FNK) bringt sich auf geeignete Weise in die Steuerung des Evaluationsprozesses der wissenschaftlichen Zentren der Universit?t, der T?tigkeit von Profilschwerpunkten sowie strategisch wichtiger Forschungsvorhaben ein. Auf der Grundlage geeigneter Gutachten gibt die FNK Empfehlungen zu Schwerpunkten und Strukturen der Universit?t Bamberg im Bereich Forschung, begleitet Programme für Forschende in frühen Karrierephasen und wirkt bei der Entwicklung von qualit?tssteigernden Ma?nahmen in der Forschung mit.
  2. Mit den neu eingeführten Forschungsdekaninnen und -dekanen st?rkt die Universit?t die Forschung insgesamt sowie die F?cherkulturen und Perspektiven der Fakult?ten. Die Forschungsdekaninnen und -dekanen beraten und unterstützen die Universit?tsleitung – insbesondere die Vizepr?sidentin bzw. den Vizepr?sidenten für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs – bei der Umsetzung der übergeordneten Forschungsziele sowie in den Profilschwerpunkten und Profilinitiativen der Universit?t. Dazu erhalten die Forschungsdekaninnen und -dekane die M?glichkeit zur regelm??igen Anh?rung und Berichterstattung in zentralen und dezentralen Entscheidungsgremien der Universit?t. Ein erg?nzender Leitfaden zur Forschungsstrategie konkretisiert Aufgaben und Handlungskompetenzen der Forschungsdekaninnen und -dekane und dient ihnen zur Orientierung.
  3. So unterstützen und beraten die Forschungsdekaninnen und -dekane die Forschenden ihrer Fakult?ten in strategischen und strukturellen Forschungsfragen, insbesondere bei der Initiierung von koordinierten Drittmittelantr?gen und sind – neben den Dekaninnen und Dekanen – Ansprechpersonen in Forschungsfragen für die zentrale Verwaltung, insbesondere für das Dezernat Forschungsf?rderung und Transfer (Z/FFT).
  4. Im Rahmen einer verantwortungsvollen Forschungskultur sind die Forschungsdekaninnen und -dekane Ansprechpersonen für die Umsetzung des DFG-Kodex und stehen in regelm??igem Austausch mit der Ombudsperson sowie den Mitgliedern der St?ndigen Kommission zur Untersuchung von Vorwürfen eines Fehlverhaltens in der Wissenschaft. Darüber hinaus halten sie den 球探足球比分 zur DFG-Vertrauensperson der Universit?t und bleiben darüber stets über aktuelle Entwicklungen oder F?rderformate der DFG informiert.
  5. Zur F?rderung wissenschaftlicher Karrieren tauschen sich die Forschungsdekaninnen und -dekane regelm??ig mit den Mitarbeitenden des Graduiertenzentrums TRAc über Qualifizierungs- und Unterstützungsangebote für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus.
  6. Ausreichend gro?e Institute, Fachgruppen, Forschungs- und Kompetenzzentren führen nach M?glichkeit j?hrlich ein Treffen zur Forschungsstrategie durch, an dem sie fachbezogen über Individual- und Verbundantr?ge, besonders zur St?rkung der Profilschwerpunkte bzw. Profilinitiativen sowie zur F?rderung des wissenschaftlichen Nachwuchses, beraten und Initiativen beschlie?en. Bei fachlicher N?he k?nnen die o.g. Gruppen gemeinsame Treffen durchführen. Die Forschungsdekaninnen und -dekane k?nnen dazu eingeladen werden, um sich über deren Forschungsaktivit?ten und - initiativen auszutauschen und m?gliche Strategien und Entwicklungen im Zusammenhang mit den Profilschwerpunkten zu diskutieren.
  7. Zur Beratung der Universit?tsleitung wird ein Forschungsrat (Research Board) eingerichtet: Dieses Gremium besteht aus externen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, die sich durch national bzw. international führende Leistungen in der Forschung und Erfahrung in Leitungsgremien von F?rdergebern ausgezeichnet haben sollen. Die Universit?tsleitung beruft dazu eine angemessene Anzahl von Mitgliedern. Auf eine ausgewogene Berücksichtigung der Fachgebiete ist dabei zu achten. Das Gremium adressiert aktuelle strategische Herausforderungen in der Forschung und gibt Empfehlungen für die weitere Entwicklung und Profilbildung der Universit?t. Die Vizepr?sidentin bzw. der Vizepr?sident für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs beruft die Sitzungen ein, betreut den Forschungsrat und berichtet in der Universit?tsleitung.
  8. Zum System der Qualit?tssicherung der Universit?t geh?ren Ziel- und Leistungsvereinbarungen bei neu berufenen Professorinnen und Professoren sowie regelm??ige Diskussionen der Forschungsschwerpunkte durch die Universit?tsleitung oder die Erweiterte Universit?tsleitung.
  9. Ebenso wie die Fakult?ten, die zentrale Universit?tsverwaltung und die zentralen Betriebseinheiten sind die fakult?tsübergreifenden Forschungszentren in die Qualit?tssicherung der Universit?t Bamberg einbezogen. Auf dieser Basis macht sich die Universit?t regelm??ig ein Bild von ihrer aktuellen Forschungsleistung und rezipiert Impulse für die Entwicklung vielversprechender Zukunftsperspektiven.
  10. Im Bewusstsein ihrer institutionellen Verantwortung setzt die Universit?t Bamberg strenge Ma?st?be für redliche Wissenschaft und ein verantwortungsvolles Miteinander im Forschungsprozess. Sie setzt sich für die Prinzipien guter wissenschaftlicher Praxis ein und stellt damit den integren Umgang mit Forschungsergebnissen und das Vertrauen in die Forschung ihrer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sicher. Eine wichtige Grundlage dafür sind die an den DFG-Kodex angelehnten ?Grunds?tze zur Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis“, die an der Universit?t Bamberg vollst?ndig umgesetzt sind.
  11. Die Universit?t Bamberg bekennt sich zu einem offenen Wissenszugang und zu einem verantwortungsvollen Umgang mit Forschungsdaten. Hierzu hat sie eine Forschungsdaten-Policy verabschiedet, die die Open-Access-Erkl?rung erg?nzt und in der sie sich unter anderem zu den FAIR-Prinzipien und zu Open Science bekennt. Zur Unterstützung unterh?lt die Universit?t eine zentrale Beratungs- und Servicestelle für professionelles Forschungsdatenmanagement. Diese informiert auch über die Angebote der beteiligten zentralen Einrichtungen – IT-Service, Universit?tsbibliothek sowie der Dezernate Archiv und Forschungsf?rderung & Transfer. Darüber hinaus engagiert sich die Universit?t für die kontinuierliche Weiterentwicklung eines leistungsf?higen Forschungsinformationssystems (FIS).

Profilbildung

? Ziel: Das 球探足球比分 mit exzellenter Forschung st?rken

A. Gegenw?rtige Lage und Herausforderungen

  1. Das 球探足球比分 der Universit?t Bamberg verbindet Verantwortung für die Gesellschaft mit der strategischen Identifikation und systematischen Weiterentwicklung von zukunftsf?higen, innovativen Ideen aus der wissenschaftlichen Grundlagenforschung, der anwendungsorientierten Forschung sowie dem Wissens- und Technologietransfer in Gesellschaft, Politik, Kultur und Wirtschaft. An der Universit?t Bamberg wird Forschung derzeit
    ? in vier universit?tsweiten Profilschwerpunkten national und international profiliert (siehe oben),
    ? an zwei damit verbundenen fakult?tsübergreifenden Forschungszentren und einem Kompetenzzentrum zu interdisziplin?rer Forschungsst?rke gebündelt und
    ? an vier Fakult?ten in spezifischen Forschungsschwerpunkten, auch unterhalb der Ebene von Profilschwerpunkten und Profilinitiativen, sowie in Form von Individualforschung gestaltet.
  2. Die Profilschwerpunkte werden von Verbünden von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern getragen, die in ihrem jeweiligen Forschungsgebiet national wie international besonders ausgewiesen sind. Sie zeichnen sich durch eine kritische Masse von jeweils etwa 30 promovierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern und eine hohe interdisziplin?re Vernetzung aus. Sie weisen in der F?rderung von Forschenden in frühen Karrierestadien, der forschungsbasierten Lehre sowie im Wissenstransfer ein eigenst?ndiges Profil auf. Mit ihrer Forschung tragen sie international sichtbar zur Bearbeitung zentraler gesellschaftlicher Herausforderungen und historisch-kultureller Fragen bei.
  3. Zwei wissenschaftliche Zentren und ein Kompetenzzentrum der Universit?t sind explizit mit Profilschwerpunkten verbunden und kombinieren Forschung und forschungsorientierte Lehre:
    ? Das Zentrum für Mittelalterstudien (ZEMAS) im Arbeitsbereich des Profilschwerpunkts Kultur und Gesellschaft im Mittelalter ist in der Fakult?t 球探足球比分 Kulturwissenschaften verankert.
    ? Das Zentrum für innovative Anwendungen der Informatik (ZIAI) ist ein fakult?tsübergreifendes wissenschaftliches Zentrum und dient als Inkubator und Katalysator im Profilschwerpunkt Digitale Geistes-, Human- und Sozialwissenschaften.
    ? ?hnliches gilt für das Kompetenzzentrum Denkmalwissenschaften und Denkmaltechnologien (KDWT), das den institutionellen Kern des Profilschwerpunkts Erschlie?ung und Erhalt von Kulturgut bildet.
  4. Mit dem Profilschwerpunkt Empirische Sozialforschung zu Bildung und Arbeit sind zwei An-Institute der Universit?t verbunden:
    ? Leibniz-Institut für Bildungsverl?ufe (LIfBi)
    ? Staatsinstitut für Familienforschung (ifb)
    In enger Zusammenarbeit mit diesen Instituten leistet die Universit?t Bamberg einen Beitrag zur Entwicklung einer modernen, innovativen und wissenschaftsgeleiteten Wissensgesellschaft und -?konomie.
  5. Das Zentrum für Lehrerinnen- und Lehrerbildung Bamberg (ZLB) bündelt als zentrale Einrichtung der Universit?t fakult?tsübergreifend die Forschungsaktivit?ten der Bamberger Akteure in der Lehrkr?ftebildungsforschung. Viele Mitglieder des ZLB sind zus?tzlich auch im Profilschwerpunkt Empirische Sozialforschung zu Bildung und Arbeit aktiv, sodass das Zentrum zudem auch zur Sichtbarkeit des Profilschwerpunkts beitr?gt.
  6. Um neue innovative Forschungsfelder gezielt zu f?rdern, kann die Universit?tsleitung auf Empfehlung der FNK neue Profilinitiativen einrichten. Diese repr?sentieren dynamische Verbünde von Forschenden mit hohem Entwicklungspotenzial für einen zukünftigen universit?tsweiten Profilschwerpunkt.
  7. Neben den genannten fakult?tsübergreifenden Einrichtungen mit starkem Bezug zu Themen der Profilschwerpunkte und –initiativen bestehen weitere fakult?tsübergreifende Zentren sowie Zentren mit einem klaren Schwerpunkt in einer Fakult?t. Auch sie dienen als Kristallisationskerne gemeinschaftlicher Forschungsaktivit?ten.
  8. Weiterhin verfügt die Universit?t über eine Reihe von Kompetenzzentren und Forschungsstellen, deren Schwerpunkt in einzelnen Fakult?ten oder Instituten liegen und die ebenfalls Kristallisationskerne für fakult?tsübergreifende Initiativen werden k?nnten.

B. Ziele

  1. Arbeit in den Profilschwerpunkten, Profilinitiativen und Verbünden soll nicht nur quantitativ eine kritische Masse Forschender aller Statusgruppen repr?sentieren, sondern auch qualitativ innerhalb der Wissenschaftscommunity und auch von der ?ffentlichkeit als führend im nationalen und internationalen Wissenschaftssystem wahrgenommen werden.
  2. Diese führende Stellung soll durch Publikationen und ein extern anerkanntes Drittmitteleinkommen wahrgenommen werden (z. B. im F?rderatlas der Deutschen Forschungsgemeinschaft, DFG), was in den Evaluationen berücksichtigt wird.
  3. Das Drittmitteleinkommen der Profilschwerpunkte, Profilinitiativen und Verbünde soll schrittweise die Ausstattung und dezentrale Unterstützung Forschender in diesem Bereich st?rken.

C. Unser Weg

  1. Alle wissenschaftlichen Zentren der Universit?t werden regelm??ig gem?? ihren Gesch?ftsordnungen evaluiert. Auf der Grundlage der Evaluationsberichte kann der Forschungsrat weitere Empfehlungen an die Universit?tsleitung formulieren.
  2. Angesichts der Bedeutung von Profilschwerpunkten und -initiativen für das 球探足球比分, die interdisziplin?re Zusammenarbeit und die Einwerbung koordinierter Projekte geben sich die Forschenden in diesen Gruppen unter Einbeziehung der zugeordneten wissenschaftlichen Zentren und Kompetenzzentren eine schlanke Governance-Struktur (vor allem ein Team von Sprecherinnen bzw. Sprechern) und entwickeln Strategien für die Einwerbung von Individual- und vor allem Verbundprojekten.
  3. Die Teams von Forschenden in diesen Bereichen schaffen niedrigschwellige Diskussionsformate (z. B. Forschungsseminare), um sich gegenseitig bei der Einwerbung und Durchführung von Verbund- und Individualprojekten zu unterstützen. Dabei ist zu einem m?glichst frühen Zeitpunkt das Dezernat Forschungsf?rderung und Transfer beratend hinzuzuziehen.
  4. Der Forschungsrat kann eine kurze Evaluation der T?tigkeit der Profilschwerpunkte und -initiativen anhand von Indikatoren, die in der jeweiligen Disziplin anerkannt sind, initiieren.
  5. Forschungsteams in Profilschwerpunkten und wissenschaftlichen Zentren, in deren Arbeitsbereich keine DFG-Forschungsgruppe, kein DFG-Sonderforschungsbereich, keine ma?gebliche Beteiligung an einem Verbundprojekt im EU-Forschungsrahmenprogramm und keine Beteiligung an einem anderen Verbundprojekt (z. B. Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt, BMFTR) gef?rdert wird, bereiten einmal in drei Jahren einen Antrag für eine von ihnen (mit- ) geleitete DFG-Forschungsgruppe, einen DFG-Sonderforschungsbereich oder ein Verbundprojekt im EU-Forschungsrahmenprogramm vor. Dies kann ein Bamberger Projekt oder ein mit anderen Einrichtungen koordiniertes Projekt sein. Dabei wird angestrebt, vorrangig Drittmittelprojekte mit einem angemessenen finanziellen Umfang und vertretbarem Aufwand für die Abwicklung zu realisieren.
  6. Zur Unterstützung geplanter Verbundprojekte bei der DFG oder im EU-Forschungsrahmenprogramm k?nnen Antragstellende eine F?rderung aus der neu eingeführten, über den Hochschulrahmenvertrag finanzierten Unterstützungsma?nahme beantragen. Die Universit?tsleitung holt hierzu eine Stellungnahme der FNK ein.
  7. Die Forschenden aller Profilschwerpunkte nutzen geeignete Formate der Wissenschaftskommunikation, um die Sichtbarkeit der Universit?t sowie der Beitr?ge ihrer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler insbesondere im Hinblick auf aktuelle gesellschaftliche Fragestellungen zu st?rken.

Karrieref?rderung in der Wissenschaft

? Ziel: Attraktive Forschungsbedingungen schaffen, Talente f?rdern und Exzellenz sichern

A. Gegenw?rtige Lage und Herausforderungen

  1. Die Otto-Friedrich-Universit?t Bamberg bedarf der Zusammenarbeit aller wissenschaftlichen Statusgruppen, um ihren Ruf als exzellente Forschungsuniversit?t zu st?rken.
  2. Sie macht es sich daher zur Aufgabe, Forschungstalente mit gro?em Potenzial frühestm?glich auch international zu identifizieren zu gewinnen und im Hinblick auf eine erfolgreiche Laufbahn in der Wissenschaft wie auch auf anspruchsvolle Funktionen in Wirtschaft und Gesellschaft zu f?rdern. Grundlegende Elemente dafür sind neben der forschungsbasierten Lehre eine frühe Integration von Studierenden, Promovierenden und Postdocs in exzellente Forschungsprojekte und strukturierte Promotionsprogramme, z. B. von der DFG oder anderen Institutionen gef?rderte Graduiertenkollegs.
  3. Als zentrale Serviceeinrichtung zur Koordinierung und fachübergreifenden Durchführung der wissenschaftlichen F?rderung von Forschenden unterhalb der professoralen Ebene fungiert an der Universit?t Bamberg seit 2009 das Graduiertenzentrum Trimberg Research Academy (TRAc).
  4. Neben professionellen Beratungs- und Coaching-Angeboten zu individuellen Karrierefragen und einem umfangreichen Programm zur Vermittlung überfachlicher Qualifikationen in Forschung, Wissenschaftsmanagement und Wissenschaftskommunikation erhalten Forschende in frühen Karrierestadien (Promotions- und Postdoc-Phase) am Graduiertenzentrum TRAc Unterstützung bei der Vorbereitung von Drittmittelantr?gen.
  5. Im Wesentlichen finanziert durch eine erfolgreiche Einwerbung von Mitteln aus dem WISNA-Programm des BMFTR hat die Universit?t Bamberg herausragenden Wissen?schaftlerin?nen und -wissenschaftlern in frühen Karrierephasen seit 2019 an geeigneten Stellen erfolgreich den Karriereweg der Tenure-Track-Professur (TT-Professur) er?ffnet.
  6. Chancengerechtigkeit und Diversit?t sind elementare Bestandteile der Forschungsstrategie der Universit?t Bamberg. Beides sind Voraussetzungen für Kreativit?t, Probleml?sungskompetenz, Innovation, Arbeitgeberattraktivit?t und Akzeptanz in der Gesellschaft. Explizit festgehalten wird dies in der Diversit?tsstrategie und im Gleichstellungskonzept der Universit?t, wonach die F?rderung von Vielfalt beispielsweise in kultureller und religi?ser Hinsicht, in Bezug auf sexuelle Identit?t und Selbstbestimmung, auf Integration von Menschen mit Migrationserfahrung, auf Inklusion von Menschen mit Beeintr?chtigung umfassend zu berücksichtigen ist. Die Universit?t Bamberg bekennt sich dazu, den Weg zu mehr Chancengerechtigkeit konsequent weiterzuverfolgen.
  7. Ihr besonderes Bewusstsein für Aspekte der Diversit?t stellt die Universit?t Bamberg darüber hinaus in ihren durch Transparenz und Zuverl?ssigkeit gekennzeichneten Berufungsverfahren und auch in allen weiteren Einstellungsprozessen unter Beweis.

B. Ziele

  1. Es ist Ziel der Universit?t Bamberg, ihre Attraktivit?t als Standort für Forschungstalente und Spitzenforschende aller Karrierestufen weiter zu erh?hen.
  2. Darüber hinaus ben?tigt die Universit?t ein System, hochgradig erfolgreiche Spitzenforschende aller Karrierestufen für Bamberg zu gewinnen und in Bamberg zu halten, wenn sie durch Publikationen, Forschungspreise oder eingeworbene Drittmittel erheblich zur Profilierung der Universit?t in Forschung, Lehre und Transfer beitragen.
  3. Nicht zuletzt ist der Universit?t weiter daran gelegen, hochgradig talentierte Studierende in Bachelor- und Master-Studieng?ngen forschungsorientiert auszubilden und bei Interesse und Eignung an exzellente Forschung heranzuführen.

C. Unser Weg

  1. Die Universit?t Bamberg wird auch weiterhin durchl?ssige Karrierewege für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in einer frühen Karrierephase (Promotions- und frühe Postdoc-Phase) f?rdern, den Anteil von Frauen bei Erstberufungen weiter erh?hen (z. B. durch die Teilnahme an geeigneten Ausschreibungen von F?rdergebern wie dem BMFTR) und den Ausbau einer modernen, familiengerechten Arbeitsumwelt vorantreiben.
  2. Die Erfahrungen mit TT-Professuren der letzten Jahre müssen ausgewertet werden, um eine strategische Ausschreibung von Stellen als TT-Professuren zu optimieren. Insbesondere die Besetzung von Juniorprofessuren mit TT bietet angesichts der Rigidit?t des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes die M?glichkeit, Spitzenforscherinnen bzw. Spitzenforschern mit Potenzial schon im Anschluss an die Postdoc-Phase eine l?ngerfristige Perspektive zu bieten.
  3. Die Universit?t Bamberg strebt in diesem Zusammenhang an, wissenschaftlich selbstst?ndigen Forschenden in der fortgeschrittenen Postdoc-Phase / Etablierungsphase (z. B. Tr?gerinnen und Tr?gern von ERC-Starter-Grants, Nachwuchsgruppenleiterinnen und -leitern im Emmy-Noether-Programm oder gleichwertige Positionen) eine dauerhafte Perspektive zu geben. Hierzu kann ggf. das Instrument der Direktberufung nach dem Bayerischen Hochschulinnovationsgesetzes genutzt werden.
  4. Das Graduiertenzentrum TRAc bietet einen zus?tzlichen institutionellen Rahmen, extern gef?rderte Forschungsprojekte, auch schon in der Vorbereitungsphase, lehrstuhlunabh?ngig an die Universit?t anzubinden. Diese M?glichkeit ist zu evaluieren und ggf. auszubauen.
  5. Um zu gew?hrleisten, dass Forschende in frühen Karrierestufen das Beratungs- und Coaching-Angebot der TRAc zur Karriereplanung kennenlernen, wird eine Erstberatung bei Neueinstellungen etabliert.
  6. Die bisher bestehenden F?rderinstrumente für verschiedene Karrierephasen und Zielgruppen werden in eine Systematik überführt, die sicherstellt, dass für jede forschende Person insbesondere in den ?bergangsphasen der Wissenschaftskarriere (z. B. vor und nach der Promotion, nach Rückkehr von einem Auslandsaufenthalt) ein geeignetes F?rderinstrument bereitgestellt wird, das in einem kompetitiven Verfahren beantragt werden kann.
  7. Die Universit?t unterstützt sowohl individuell betreute als auch in strukturierten Programmen durchgeführte Promotionen. Wegen der besseren Ausstattung extern gef?rderter Promotionsprogramme wird die Einwerbung von Graduiertenkollegs mit Priorit?t verfolgt. Diese k?nnen dann an bestehende Graduiertenschulen angeschlossen werden. 

Regionale, nationale und internationale Kooperationen

? Ziel: Zusammenarbeit st?rken und internationale Netzwerke ausbauen

A. Gegenw?rtige Lage und Herausforderungen

Internationale Kooperationen

  1. Internationale Kooperationen erfolgen derzeit vorwiegend projektbezogen in einzelnen Verbund- oder Individualprojekten. Insbesondere unter dem EU-Forschungsrahmenprogramm finden einige wichtige Aktivit?ten statt.
  2. Im Austausch mit der Kooperationsstelle EU der Wissenschaftsorganisationen (KoWi) best?tigte sich für die Universit?t ein gro?es Potenzial im Bereich europ?ischer Drittmittelf?rderung. Die Herausforderung besteht nun darin, die vorhandenen M?glichkeiten und Potenziale in dem Bereich besser auszusch?pfen.
  3. ?ber Europa und einzelne Projekte hinaus beteiligte sich die Universit?t 2019 führend an dem strategischen transnationalen Universit?tsnetzwerk BRIDGES, in dem die Universit?t Bamberg mit der Deakin University (Melbourne) und der Fundación Universidad Argentina de la Empresa (UADE), Buenos Aires begonnen hat, Kooperationsm?glichkeiten in Forschung und Lehre zu er?rtern.

Nationale und regionale Kooperationen

  1. Die Universit?t ist eng mit ihren An-Instituten – dem Leibniz-Institut für Bildungsverl?ufe (LIfBi) und dem Bayerischen Staatsinstitut für Familienforschung (ifb) – verbunden. Die Universit?t nutzt die starken Synergien zwischen Forschenden in den beiden An-Instituten und an der Universit?t.
  2. Des Weiteren besteht mit der Fraunhofer-Gesellschaft zur F?rderung der angewandten Forschung e.V. und ihren Instituten eine enge Zusammenarbeit, die sich über verschiedene Bereiche der Universit?t erstreckt (beispielsweise in der Betriebswirtschaftslehre und den Denkmalwissenschaften). Mit der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) besteht im Hinblick auf den Profilschwerpunkt Empirische Sozialforschung zu Bildung und Arbeit eine enge Forschungskooperation, welche durch die gemeinsame Professur für Soziologie, insb. Arbeitsforschung intensiviert wird.
  3. ?ber S-Professuren kooperieren vor allem die Institute für Soziologie und Volkswirtschaftslehre der Universit?t Bamberg mit dem Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in Nürnberg. Diese Kooperation st?rkt den Profilschwerpunkt Empirische Sozialforschung zu Bildung und Arbeit der Universit?t durch gemeinsame Forschungsprojekte und Ver?ffentlichungen.
  4. Mit der Universit?t Bayreuth kooperiert die Universit?t Bamberg auch im Institut für Fr?nkische Landesgeschichte (IFLG) in Schloss Thurnau. Das Institut wurde 2017 gegründet und bündelt landesgeschichtliche Forschungen an beiden Universit?ten. Es wird von der Oberfrankenstiftung gef?rdert.
  5. Die Universit?t Bamberg ist mit der Hochschule Coburg durch das gemeinsam getragene Institut Mensch und ?sthetik verbunden, das sich der interdisziplin?ren Erforschung der Wechselwirkungen von Gesundheit und ?sthetischer Gestaltung widmet.
  6. Zur St?rkung des Potenzials der Wissenschaftsregion Oberfranken haben sich die Universit?t Bamberg, die Universit?t Bayreuth sowie die Hochschulen für angewandte Wissenschaften Coburg und Hof 2011 zur TechnologieAllianzOberfranken (TAO) zusammengeschlossen. Forschende der Universit?t Bamberg, insbesondere aus der Fakult?t für Wirtschaftsinformatik und Angewandte Informatik (WIAI) sowie dem Kompetenzzentrum für Denkmalwissenschaften und Denkmaltechnologien (KDWT), sind hier vor allem in den Bereichen IT/Sensorik und Mensch und Technik aktiv.
  7. Mit der Stadt Bamberg kooperiert die Universit?t in dem vom Bundesministerium des Inneren gef?rderten ?Smart City Research Lab“. Als eine von 73 deutschen Kommunen wurde Bamberg 2020 nach einem Antrag vom Bundesinnenministerium als Modellprojektkommune ausgew?hlt. Ein interdisziplin?res Forschungsnetzwerk der Universit?t Bamberg, verortet im Zentrum für Innovative Anwendungen der Informatik (ZIAI), unterstützt die Stadt Bamberg auf ihrem Weg zur ?Smart City“ durch gemeinsame Forschungsprojekte, die Organisation des wissenschaftlichen Austauschs und die Einbeziehung relevanter Themen in der forschungsgeleiteten Lehre.
  8. Im Bereich der Lehrkr?ftebildung sowie der Lehrkr?ftebildungs- und Bildungsforschung ist die Universit?t über das Zentrum für Lehrerinnen- und Lehrerbildung (ZLB) auf internationaler, bundes- und bayernweiter Ebene durch zahlreiche Projekte und mehrere Projektverbünde intensiv vernetzt. Darüber hinaus st?rkt das ZLB ma?geblich die regionale Zusammenarbeit der Universit?t mit Schulen und Bildungseinrichtungen, unterstützt den Wissenstransfer und f?rdert die praxisnahe Forschung in der Lehrerinnen- und Lehrerbildung.
  9. Darüber hinaus kooperiert die Universit?t über ihre weiteren Institute, universit?ren Zentren und Kompetenzzentren intensiv mit regionalen und nationalen Forschungseinrichtungen sowie anderen Hochschulen, um gemeinsam innovative Forschungsprojekte voranzutreiben und den Wissenstransfer zu f?rdern.

B. Ziele

  1. Die Universit?t Bamberg strebt an, ihr Profil als regional, national und international vernetzte und agierende Universit?t weiter zu st?rken, wobei Europ?isierung sowohl Teil der Internationalisierungsstrategie als auch der Forschungsstrategie ist.
  2. Die Universit?t Bamberg zielt auf eine deutliche Steigerung ihres Drittmitteleinkommens aus F?rdermitteln des EU-Forschungsrahmenprogramms.
  3. Ziel der Universit?t ist es, dass innerhalb der Strategielaufzeit
    ? mindestens eine Wissenschaftlerin bzw. ein Wissenschaftler jedes gro?en Instituts bzw. jeder Fachgruppe eine Einzelf?rderung in Form eines ERC Starting, Consolidator, Advanced oder Synergy Grant beantragt oder sich aktiv an entsprechenden Verbundaktivit?ten der Profilschwerpunkte, Profilinitiativen oder wissenschaftlichen Zentren beteiligt.
    ? sich mindestens eine Gruppe Forschender in jedem Profilschwerpunkt an einem Verbundantrag im EU-Forschungsrahmenprogramm beteiligt.
    ? sich jede Graduiertenschule der Universit?t nach M?glichkeit an der Beantragung einer strukturierten Promovierendenausbildung im EU-Forschungsrahmenprogramm beteiligt.
    ? jede Graduiertenschule der Universit?t Bamberg die Beantragung von mindestens einem Programm zur Gewinnung internationaler Postdocs unterstützt.
  4. Die Universit?t Bamberg m?chte ihre regionalen, nationalen und internationalen Kooperationen nutzen, um ihre Chancen in der Verbundforschung zu verbessern.

C. Unser Weg

  1. Notwendig ist eine klare Artikulation von Priorit?ten regionaler, nationaler und internationaler Kooperation. Hierzu ist ein regelm??iger Dialog zwischen Universit?tsleitung, Forschungsrat und den Fakult?ten zu etablieren.
  2. Synergien zwischen der Universit?t Bamberg und regionalen, nationalen und internationalen wissenschaftlichen Partnerorganisationen sollen genutzt und weiter ausgebaut werden.
  3. Dabei werden auch bestehende Strukturen auf regionaler Ebene genutzt (z. B. TAO, ?Smart City Research Lab“ oder IFLG).
  4. Hierzu informiert Z/FFT Forschende fortlaufend in enger Kooperation mit der KoWi und der Bayerischen Forschungsallianz (BayFOR).
  5. Insbesondere die Sprecherinnen bzw. Sprecher von wissenschaftlichen Zentren, Profilschwerpunkten und Profilinitiativen sind gezielt über F?rderprogramme bei europ?ischen oder internationalen F?rderlinien sowie zu den F?rderm?glichkeiten zur Anbahnung von Kooperationen durch BMFTR und DFG zu beraten und geeignet zu unterstützen.
  6. Darüber hinaus initiiert die Vizepr?sidentin bzw. der Vizepr?sident für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs regelm??ig Gespr?che über kooperative Antragsstrategien mit den Sprecherinnen bzw. Sprechern der wissenschaftlichen Zentren sowie der Profilschwerpunkte und Profilinitiativen.
  7. Eine Weiterentwicklung und regelm??ige Evaluation des Anreizsystems in Bezug auf Kooperationen soll durch die Universit?tsleitung unter Einbezug des Forschungsrats erfolgen.
  8. Bei der Evaluation wissenschaftlicher Zentren, Profilschwerpunkte und Profilinitiativen werden die regionalen, nationalen und internationalen Kooperationen berücksichtigt.

Die Forschungsstrategie der Otto-Friedrich-Universit?t Bamberg wurde am 24.09.2025 durch die Universit?tsleitung verabschiedet.