The Future of Libraries is Open: Neue Bibliothekssoftware erfolgreich eingeführt

Wir sind am Dienstag, dem 3. Februar, erfolgreich mit dem neuen Bibliotheksmanagementsystem FOLIO in den Echtbetrieb gestartet.

Das moderne Open-Source-System steuert ab sofort zahlreiche wichtige Bibliotheksprozesse: die Lizenzierung und Erwerbung digitaler und gedruckter Literatur, alle Vorg?nge rund um die Ausleihe und Rückgabe von Medien sowie die Finanzierung von Open Access-Publikationen. Bei FOLIO – das Akronym steht für ?The Future of Libraries is Open“ – handelt es sich um ein Open-Source-System, an dem in den vergangenen Jahren national wie international intensiv gearbeitet wurde. 

Im Rahmen des Softwareumstiegs waren in den letzten Wochen verschiedene Einschr?nkungen unserer Bibliotheksdienste notwendig. Wir m?chten uns deshalb bei Ihnen für Ihre Geduld bedanken. Seit heute bietet die Universit?tsbibliothek Ihnen wieder alle gewohnten Services und einige Verbesserungen. 

Das ?ndert sich für Sie:

  • Automatische Verl?ngerung: Ausgeliehene Medien werden ab sofort automatisch verl?ngert. Sie müssen die Verl?ngerung nicht mehr selbst in Ihrem Bibliothekskonto vornehmen. Wenn eine Verl?ngerung nicht m?glich ist, weil ein Medium bereits vorgemerkt ist, werden Sie wie gewohnt per E-Mail informiert.
  • Vereinfachung der Ausleihkonditionen: Wir haben unsere Ausleihkonditionen weiter vereinheitlicht. Alle Leihfristen finden Sie wie gewohnt in Ihrem Konto im Bamberger Katalog.
  • ?nderung der Signaturen: In unseren Signaturen entf?llt der Schr?gstrich: Aus 31/MB 2568 WZ 13115 wird 31 MB 2568 WZ 13115. An unserer Buchaufstellung in den Teilbibliotheken ?ndert sich nichts.
  • Neue Bereitlegungszettel: Wir setzen weniger Papier ein und haben unseren Bereitlegungszetteln ein neues, übersichtlicheres Layout verpasst.
  • Verbesserter Datenschutz: Informationen, die für den Bibliotheksbetrieb unerheblich sind, wie beispielsweise Geschlechtsangaben, speichern wir nicht.

Interne Prozesse verbessert

Neben diesen für Sie sichtbaren Ver?nderungen erm?glicht es uns das neue Bibliothekssystem auch, interne Prozesse zu optimieren. Vor allem im Bereich der E-Medien sind die Verbesserungen gro?, denn das über 30 Jahre alte Vorg?ngerprogramm konnte diese nicht gut abbilden. Bei einem Bestand von 1,3 Millionen E-Books, 67.500 E-Zeitschriften und 1.300 Datenbanken sind effiziente Abl?ufe für E-Medien für die Universit?tsbibliothek von gro?er Bedeutung. Auch das Zusammenspiel mit dem Haushaltssystem der Universit?t ist im neuen System einfacher und erm?glicht uns Vereinfachungen beispielsweise bei der Abrechnung von Open-Access-Publikationskosten.

Open-Source-Entwicklung

Ein Paradigmenwechsel ist für uns auch die gemeinsame Entwicklung der Open-Source-Bibliothekssoftware. Bereits seit 2024 haben wir gemeinsam mit der Verbundzentrale des Bibliotheksverbundes Bayern, mit anderen Bibliotheken und dem Leibniz-Rechenzentrum an FOLIO gearbeitet und uns dazu in regionalen und nationalen Arbeitsgruppen engagiert und abgestimmt. Anstelle lokaler Anpassungen entwickeln wir FOLIO so weiter, dass ?nderungen allen Bibliotheken zugutekommen - zum Beispiel bei der Anbindung der Selbstverbucher oder der Migration von Lieferantendaten aus dem Vorg?ngersystem.

In den kommenden Jahren wird FOLIO fl?chendeckend an den Hochschulbibliotheken in Bayern eingeführt. Mit dem Systemwechsel geh?rt die Universit?tsbibliothek Bamberg zu einer wachsenden Gemeinschaft von Einrichtungen, die auf offene Standards und gemeinschaftlich entwickelte Softwarel?sungen im Bibliothekswesen setzen.