Lehrstuhl für Wirtschaftsp?dagogik

Professionelles Handeln im Bildungskontext

Wer bietet das Lehrformat an?

Prof. Dr. Silvia Annen, Inhaberin des Lehrstuhls für Wirtschaftsp?dagogik mit ihren Mitarbeiter*innen Julia Hufnagl, Melanie Hochmuth und Christian Schadt.

Welches Lehrformat wird/wurde im Rahmen von GRIPS entwickelt?

Der umgestaltete Kurs soll (angehendes) berufliches Bildungspersonal, das an Berufsschulen, in der freien Wirtschaft oder bei ?ffentlichen Institutionen t?tig sein wird, darauf vorbereiten, mit den komplexen Herausforderungen unserer globalisierten Welt umgehen zu k?nnen. Dafür muss im Zuge ihrer Professionalisierung ein Verst?ndnis gesamtgesellschaftlich relevanter Herausforderungen als global zu betrachtende Themen und ein unternehmerisches Mindset zu deren aktiver Bew?ltigung gef?rdert werden. Im umgestalteten Kurs werden Aspekte wie kritisches Denken, Autonomie und Probleml?sen hervorgehoben. Dadurch soll die Selbstwirksamkeitserwartung gesteigert werden. Unter anderem werden die Konzepte ?Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (BNE) und ?Global Citizenship Education“ (GCE), die beide als Ziele des Sustainable Development Goals 4 gelten, als Rahmen herangezogen. Methodisch werden Elemente des Design-Thinkings im Kurs angewandt. Ein Highlight des Seminars ist ein Pitch Workshop, der in Zusammenarbeit mit dem BIG jedes Semester stattfindet und die Studierenden auf eine der Prüfungsleistungen – den Pitch einer Zukunftskompetenz – vorbereitet.

Wer ist die anvisierte Zielgruppe des Lehrformats? Welcher Output soll damit für die Studierenden und das Fach erreicht werden?

Studierende der Wirtschaftsp?dagogik sind die zentrale Zielgruppe. Ein Gro?teil der Studierenden sind angehende Lehrpersonen im wirtschaftsberuflichen Ausbildungsg?ngen (Berufsschule und/oder Betrieb).Die F?rderung unternehmerischen Denkens und Handelns (i.S.e. Entrepreneurship Education) bei Lernenden ist Kernbestandteil der T?tigkeit dieses Personenkreises. Durch die Unterstützung im Rahmen von GRIPS bzw. durch das BIG war es uns m?glich, das Seminar inhaltlich weiterzuentwickeln, so dass die Grundlagen der Ausbildung der Wirtschaftsp?dagogik-Studierenden thematisch mit Fokus auf Social Entrepreneurship Education ausgerichtet werden konnten. D.h., den angehenden wirtschaftsberuflichen Lehrpersonen das Mindset und auch Handlungspotentiale (auch z.B. durch das Erlernen von Innovationsmethoden durch die Zusammenarbeit mit dem BIG) mit an die Hand gegeben wurden, unternehmerisches Handeln vor dem Hintergrund der L?sung sozialer und ?kologischer Probleme zu betrachten (z.B. SDG 10 ?Weniger Ungleichheiten“, SDG 9 ?Industrie, Innovation und Infrastruktur“ oder SDG 11 ?Nachhaltiger Konsum und Produktion“ in den Blick zu nehmen). So k?nnen die Studierenden zukünftig als Multiplikatorinnen und Multiplikatoren agieren, die dieses Social Entrepreneurship Mindset an ihre eigenen Lernenden in Schule und Betrieb weitertragen. Die Studierenden reflektieren über die Bedingungen und Strukturen, die professionelles Handeln im Lehr- und Ausbildungsbereich pr?gen, und erkennen die Bedeutung der Professionalisierung für die Qualit?t von Lernprozessen und den Lernerfolg. In diesem Kontext setzen sie sich mit den spezifischen Herausforderungen des professionellen Lehrens und Ausbildens für ausgew?hlte Zielgruppen und in unterschiedlichen Kontexten, wie beruflichen Schulen oder der betrieblichen Aus- und Weiterbildung, auseinander Das Pitch-Training, das gemeinsam mit dem BIG im Rahmen der Seminare Professionelles Handeln im Bildungskontext umgesetzt wurde, bietet gerade angehenden Lehrpersonen eine wertvolle Lernm?glichkeit, (nicht nur) lernbezogene Kommunikations- und Pr?sentationsf?higkeiten zu erlernen und einzuüben. Die Unterstützung und Zusammenarbeit im Rahmen von GRIPS konnte so zur F?rderung relevanter Future Skills bei den Studierenden beitragen. .

Was ist die Motivation, bei GRIPS mitzumachen? Welche Ziele verfolgt ihr mit dem Kurs?

Die Studierenden sollen nicht nur den aktuellen Stand der Professionalit?tsforschung, basierend auf Konzepten zur Professionalisierung, Kompetenz- und Expertiseforschung, kennen. Stattdessen ist es das Ziel des Kurses, eigene St?rken und Schw?chen zu erkennen und den Grundstein für eine lebenslange Professionalisierung zu legen. In Zeiten, in denen überall von ?Transformation“ die Rede ist, k?nnen die Studierenden gut lernen, was es hei?t, auf dem neuesten Stand zu bleiben und bestehende Modelle zu hinterfragen. Wir greifen aktuelle Diskussionen zu Future Skills auf, damit die Studierenden dazu bef?higt werden, auch in zukünftigen Zeiten der Transformation ihre eigene Professionalit?t st?ndig zu hinterfragen. Die Studierenden lernen dabei nicht nur, ihre eigene Perspektive zu reflektieren, sondern auch, eine Kompetenz der Zukunft überzeugend zu pitchen.