Beim Kick-Off-Event im Februar in Wien tauschten sich die an EDU-LAB beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler über die verschiedenen Arbeitspakete und die ersten Schritte im Projekt aus.
Welche Faktoren beeinflussen den ?bergang junger Menschen in den Arbeitsmarkt?
Wie finden junge Menschen in Europa ihren Weg in die Berufswelt? Und welche Faktoren beeinflussen ihre Bildungsbiographien? Mit diesen Fragen besch?ftigt sich das neue Forschungsprojekt European Youth in Education and Transition to the Labour Market (EDU-LAB), an dem vier Professorinnen der Otto-Friedrich-Universit?t Bamberg beteiligt sind. ?In einer Zeit, in der Bildung und Arbeitsmarkt zunehmend dynamisch und komplexer werden, ist es wichtig zu verstehen, welche sozialen, wirtschaftlichen und individuellen Faktoren diese entscheidenden Phasen im Leben junger Menschen pr?gen“, sagt Prof. Dr. Miriam Marleen Gebauer. Sie ist Inhaberin des Lehrstuhls für Schulp?dagogik an der Universit?t Bamberg. Ziel von EDU-LAB ist es, wirksame Strategien zu entwickeln, um Schulabbrüche zu verringern, die M?glichkeiten für berufsbezogenes Lernen zu verbessern und die Eingliederung bestimmter Gruppen wie etwa Frauen oder Migrantinnen und Migranten dort zu f?rdern, wo sie bislang unterrepr?sentiert sind. ?Mit EDU-LAB wollen wir dazu beitragen, die nationalen und regionalen Bildungssysteme im Europ?ischen Bildungsraum zu st?rken und sie besser mit dem Arbeitsmarkt zu verknüpfen“, erl?utert Miriam Marleen Gebauer.
3 Millionen Euro F?rderung für Horizon Europe-Projekt
Das Horizon Europe-Projekt wird durch die European Research Executive Agency (REA) mit insgesamt rund 3 Millionen Euro gef?rdert – auf die Universit?t Bamberg entfallen rund 300.000 Euro. EDU-LAB l?uft bis Dezember 2027 und wird – unter Koordination des Economica Institute of Economic Research – von einem internationalen Konsortium aus Hochschulen und Forschungseinrichtungen aus ?sterreich, Deutschland, Griechenland, Portugal, Italien, Finnland, Polen, Kosovo und dem Vereinigten K?nigreich durchgeführt. EDU-LAB untersucht die Teilnahme-, Aufstiegs- und Abschlussquoten in der Sekundar- und Hochschulbildung sowie in der beruflichen Bildung. Die Forschenden konzentrieren sich dabei auf junge Menschen zwischen 15 und 30 Jahren im Europ?ischen Bildungsraum – insbesondere wird auch die Chancengleichheit zwischen verschiedenen Gruppen berücksichtigt. Zudem wollen die Forschenden neue Erkenntnisse darüber gewinnen, wie etwa politische Ma?nahmen, Investitionen und systemische Faktoren auf Bildungsbiographien und die ?berg?nge ins Berufsleben Einfluss nehmen.
Dabei wird das Bildungssystem des Europ?ischen Bildungsraums anhand quantitativer und qualitativer Daten mittels eines multimethodalen Studiendesigns vergleichend untersucht. Im Zentrum der Gesamt-Studie stehen die Stimmen junger Menschen. Diese und andere relevante Gruppen wie etwa Familien von Schülerinnen und Schülern, Lehrkr?fte, Arbeitgeber und politische Entscheidungstr?gerinnen und -tr?ger werden ebenfalls berücksichtigt. Ihre Einsch?tzungen und L?sungsans?tze für bestehende Probleme werden Teil der Empfehlungen des Projekts für die Praxis und die Politik sein, um den Bildungsweg junger Menschen und ihren ?bergang von der Schule in den Beruf zu verbessern.
Vier Bamberger Wissenschaftlerinnen beteiligt
Die Bamberger Wissenschaftlerinnen besch?ftigen sich im Rahmen von EDU-LAB vor allem damit, zuverl?ssige und robuste quantitative Daten zum aktuellen Stand und zu den Entwicklungstrends der Bildungssysteme in ganz Europa im Rahmen von Sekund?ranalysen auszuwerten. Inhaltlich geht es dabei insbesondere um Herausforderungen und Hindernisse für junge Menschen beim ?bergang von Schule in den Arbeitsmarkt und in ihrer Berufsausbildung. Dabei sind es vor allem sozio-kulturelle und ?konomische Faktoren wie Ethnie, soziale Klasse und Geschlecht, die den ?bergang beeinflussen und Finanzierung von und Investitionen in bestimmte Bildungsstufen und -einrichtungen. Neben Miriam Marleen Gebauer ist Prof. Dr. Silvia Annen, Inhaberin der Professur für Wirtschaftsp?dagogik beteiligt, die insbesondere Fachwissen im Bereich der Verwertbarkeit von Qualifikationen auf dem Arbeitsmarkt und Bildungsrenditen ins Projekt einbringt. Prof. Dr. Rita Braches-Chyrek, Inhaberin des Lehrstuhls für Sozialp?dagogik, bringt Expertise in qualitativer Forschung und Fallstudien mit und Prof. Dr. Judith Volmer, Inhaberin der Professur für Arbeits- und Organisationspsychologie, ist Expertin für nachhaltige Karriereplanung und Multimethodenforschung.
Weitere Informationen zum Projekt ?EDU-LAB“ unter: https://www.edu-lab-project.eu/
Bild “Kick-Off-Event(1.7 MB)”: Beim Kick-Off-Event im Februar in Wien tauschten sich die an EDU-LAB beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler über die verschiedenen Arbeitspakete und die ersten Schritte im Projekt aus.
Quelle: Economica
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